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lakshmi.
(2012)
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TAGEBUCH 2012: 14. Januar 2012 Das Jahr hat mit Frühling begonnen. Und auch jetzt, wo so etwas wie "Winter" angebrochen ist seit gestern, sind laut Wetterdiensten keine großen Temperaturabstürze zu befürchten, zu warm sind die Wasser- und Landflächen, über die nun die arktischen Strömungen gehen. Prognosen Tiefsttemperaturen für die kommenden Nächte: Bruchsal -6, Pistoia -2, Spoleto -4. Die Vergleichsorte liegen in italienischen Regionen, in denen Sorten wachsen, die auch bei mir stehen. Und sind nebenbei Orte, die ich schätze und mag. Meine Zielvorgaben für den Olivenhain 2012 lauten: Ergänzende Neupflanzungen entwickelter (bis ca. 7 Jahre) Exemplare aus Norditalien mit starken, kurzen Stämmen oder Buschform (schwer zu bekommen). Verdichtung auf Pflanzabstand 2.50 Meter. Sehr zurückhaltender Schnitt auf Einpacken im Winter hin, eher Busch/Buschvase, max. 2 Meter Höhe. Stamm- und Kronenentwicklung nur noch bei vier einzelstehenden Exemplaren. Ganz klar ist mir noch nicht, wie ich letztere bei Frostwind/Stürmen im Winter schützen kann - da verfahre ich mal nach dem Motto "kommt Zeit, kommt Rat". Leonhard Reinirkens lässt seinen Helden in "Die kulinarischen Abenteuer des Fra Bartolo" wie folgt belehrt sein: "Unsere Olivenbäume hier sind klein, aber dafür halten sie eine Menge Frost aus. Und bedenke, von den niedrigen Bäumen läßt sich auch leichter ernten." Mein Hauptproblem ist nicht der Frost, auch nicht die Feuchtigkeit. Hauptproblem ist der Wind (denn er erschwert den Winterschutz in meiner Lage extrem und macht so selbst die Entwicklung von Vasen/Halbstammformen fast unmöglich)! Dann folgt die Feuchtigkeit im Winterhalbjahr (problematisch v.a. bei Temperaturen um den Gefrierpunkt), dann starke Temperaturdifferenzen und erst danach tiefer Frost! So die Erfahrung nun nach dreieinhalb Wintern. Unter den Einhüllungen entstehen teilweise bei Sonne wieder Temperaturen über 30 Grad! Und das bei Frost nachts, das macht mir Kopfzerbrechen, die enorme Differenz. 21. Januar 2012 Die Versuchung ist groß, die Pflanzen auszupacken, denn bei Sonne entsteht mit zunehmender Tageslänge und Sonnenhöhe Treibhausklima unter den Verpackungen. ![]() 25. Januar 2012 Prognosen Tiefsttemperaturen für die kommende Nacht: Bruchsal -2, Pistoia -1, Spoleto -3. Prognosen für den 03. Februar nachts: Bruchsal -8, Pistoia -7, Spoleto -8. Der entscheidende Unterschied: Für Bruchsal werden zu Anfang Februar auch tagsüber Temperaturen unter Null prognostiziert, für die beiden italienischen Orte nicht! Dass vor allem Norditalien durchaus auch Frostereignisse im Olivenanbau (ein umfangreiches Verzeichnis finden Sie unter "Krankheiten, Schädlinge, Frostschäden") zu fürchten hat, zeigt ein Blick in die Geschichte. Die Toskana erlebte 1928/29, 1955/56 und 1984/85 gravierende Schadbilder durch strenge Winter, wobei vor allem der Februar 1956 mit drei Wochen Tiefstfrost von Osten her vernichtend war, nicht nur in der Toskana, sondern etwa für den Olivenanbau in Frankreich. 1984/85 brachte beinahe das Ende des kommerziellen Olivenanbaus in Norditalien. Nur harte Reformen sicherten einen Neuanfang, unter anderem wurde als Schnittform auf breiter Basis die Halbstamm-Vase eingeführt, Hochstammoliven wurden zu nostalgischen Relikten im Landschaftsbild der Toskana, ihre Pflege weitgehend aufgegeben. Wozu die Förderpolitik der EU das ihre beitrug. 30. Januar 2012 Nun doch noch ein echter Frostalarm in diesem Winter mit zweistelligen Werten. Es werden Wetterbedingungen beschrieben wie im fatalen Februar 1956 mit dreiwöchigem Dauerfrost!! Wär ja auch zu schön gewesen .... Es gilt eben die Regel "abwarten bis Mai" - vorher keine Korken knallen lassen. 01. Februar 2012 - Es stirbt Giorgio Bargioni, der große italienische Agronom, der sich besonders für den Olivenanbau in Norditalien eingesetzt hat. 03. Februar 2012 Vergangene Nacht -12 Grad oben im Olivenhain. In diesen Frosttagen schnellen die Seitenzugriffe aus Italien wieder in die Höhe. Angeklickt werden jetzt überdurchschnittlich häufig die Seiten "Technik, Tipps und Tricks" sowie "Krankheiten, Schädlinge, Frostschäden". Dabei kann ich aktuell nur einen Tipp geben: Pflanzt was anderes! Der Aufheizeffekt tagsüber ist geringer als erwartet bei diesen Temperaturen/Abstrahlverhältnissen. Unter den Hüllen um die Mittagszeit Temperaturen um den Gefrierpunkt. Was insofern gut ist, als der pflanzeneigene Frostschutz nicht abgebaut wird. 04. Februar 2012 Vormittags 10 Uhr über dem spärlichen Schnee -17 Grad. Unter den Hüllen sonnenabgewandt zwischen -13 (stellenweise direkt am Boden gemessen) und -6 Grad. Die Analogien zu 1956 gehen weiter: Es zeichnet sich ein längeres Andauern der Frostperiode ab als zunächst von den Wetterdiensten prognostiziert. 1956 waren es drei Wochen! Erfreulich: Es gibt kaum Wind, jedenfalls nicht genug, die Zusatzeinhüllungen davonzublasen, die ich noch über einige Pflanzen (auch Rosmarin, Kaki und Feige) geworfen habe. Meine frischgepflanzten Maulbeerbäumchen werden sich derzeit auch etwas wundern, wo sie da hingeraten sind .... Und ich fühle mich nun doch allmählich ganz im falschen Film. Genau genommen ist es allerdings der richtige, denn wenn man die Winter mit Extremfrostereignissen 1928/29, 1955/56 und 1984/85 als Elemente eines langwelligen Rhythmus sieht, passt 2011/12 ausgezeichnet. Allerdings möchte ich mich nicht auf 2011/12 festlegen, denn einige harte Frosttage hinter einander machen noch keinen Ausnahmewinter, auch wenn uns einige Wetterentertainer das schon jetzt so verkaufen. Es bieten sich auch die vergangenen drei Winter als Rhythmus-Referenz an ... 06. Februar 2012 Die Wetterberichte verkommen immer mehr zur Show, zum Orakel, zur Eventproduktion. Wetter.com, eine meiner wichtigsten Informationsquellen zur Wetterentwicklung, textet gerade "Frühling. Einfahrt verboten" und faselt davon, dass kein Frühling in Sicht sei. Dass Anfang Februar kein Frühling in Sicht sei, ist selbst bezogen auf den meteorologischen Frühlingsbeginn 1. März eine Nullaussage und erinnert an Börsenberichte, die jeden beliebigen Kursanstieg ebenso zur umstürzenden Nachricht verwursteln wie den komplementären Rückgang. Das Gerede im medialen Dorf. Oder frei nach Adornos Kulturindustriekritik die Vollendung des Verblödungszusammenhanges? 10. Februar 2012 Am 16. November 2009 hat ein Team des Potsdamer Instituts für Klimafolgenforschung, dessen Chef Hans Joachim Schellnhuber Physiker und Berater der Bundesregierung in Klimafragen ist, eine Studie eingereicht, wonach die Klimaerwärmung kältere Winter in Europa bedingen könnte. Ausgelöst wurde die Studie durch den Winter 2005/06. Kernaussage ist, dass aufsteigende Warmluft über der Barentssee, die infolge der Klimaerwärmung in geringerem Maße zufriert, Kaltluft Richtung Mitteleuropa treiben. Die "Troglagen" in den Wintern 2008/09 bis 2010/11 haben die Studie empirisch gestützt. Komischerweise wird die Studie jetzt auch zitiert, um den aktuellen Frost zu erklären, der auf eine Hoch-Wetterlage zurückzuführen ist, die ähnlich zuletzt im Februar 1956 auftrat, also lange vor dem "Hockeyschläger-Effekt" (der ab etwa 1975 einsetzte). Mit den bekannt fatalen Folgen für den Olivenanbau in Norditalien und Frankreich. ![]() 14. Februar 2012 Bruchsal -2, Pistoia -1, Spoleto -6, Viterbo -5. "Ebbene, la giornata di venerdì 10 Febbraio 2012 è stata, per ciò che riguarda la durata e l'intensita, la nevicata più importante per la città di Viterbo dal 1956. (...) Stiamo per uscire (...) da un periodo freddo e nevoso che non accadeva dal 1956." (Emanuela Fiasco, Meteoviterbo, 12.02.12) Eine interessane italienische Internetseite vergleicht 1929, 1956, 1985 und 2012 miteinander (Alessio Grosso, Meteo live, 29.01.12). "Per ora sembra che il freddo asciutto sia stato sopportato meglio, dagli ulivi, di quando la ghiacciata è molle." (...) L'esperienza del 1985 insegna che soltanto dopo una quindicina di giorni si fa chiaramente il punto della situazione dei danni da neve e gelo. La temperatura pericolosa è sotto i 10 gradi, e anche sotto 6 gradi ma soltanto quando le piante sono bagnate." (Luciano Grianfranceschi, Il Tirreno, 10.02.12) Zu ergänzen wäre: Wenn das Holz nass ist, können auch Temperaturen noch näher am Gefrierpunkt v.a. bei jungen Pflanzen massive Schäden verursachen. Vierzehn Tage Abstand halte ich für immer noch nicht aussreichend zur abschließenden Beurteilung von Frostschäden. 15. Februar 2012 In Italien macht man sich durchaus begründet Sorgen um Frostschäden im Olivenanbau nach diesem Winter. Während bei uns hier Tauwetter aufzieht, hält in Mittelitalien der Frost mit einem neuen Schub noch an. Heute morgen misst Bruchsal +3 Grad, Pistoia -5! Und die Berliner (FU) Wetterpaten bzw. der Humor des Weltgeistes haben dem aktuellen Tief über Italien den Namen "Olivia" gegeben .... Bei allen sich anbietenden Vergleichen mit 1956: In Karlsruhe wurde am 10.02.1956 amtlich die Tiefsttemperatur -21,8 gemessen, heuer waren es minimal -13,9 Grad (im Winter 2008/09 minimal -16,2, Winter 2009/10 -12,6, Winter 2010/11 -18,7). Es gab in Karlsruhe 1956 Ende Januar-Februar 25 Tage ab -10 Grad abwärts, vier davon ab -20 abwärts. Anders ist allerdings aktuell die Situation in Ostdeutschland, wo Kälterekorde bis -28,7 gemessen wurden. Katastrophal wirkte sich die Kälte teilweise in Russland, der Ukraine und Polen aus. Mit einer Erwärmung der Barentsee ist das nicht wegzuerklären. 18. Februar 2012 Ich habe heute zwei schwache Neuaustriebe vom vergangenen Jahr ausgepackt unter Luftkammerfolie und mit Laub gefülltem Kartoffelkorb. Blätter bei einem braun, vertrocknet, bei einem anderen noch grün und anscheinend vital. Der Unterschied: Beim abgestorbenen hatte ich im Herbst die Wildolive-Sucker abgeschnitten und nur einen mickrigen Veredelungszweig belassen. Beim noch vitalen hatte ich den gleichfalls mickrigen Veredelungsaustrieb und die relativ üppigen Wildolivenaustriebe zusammen belassen. Schockierend die Temperaturmessung am Boden beim Stamm mit -0,6 Grad. Und das bei Außentemperaturen seit drei Tagen bis +8 Grad und Bodentemperatur +5 Grad außerhalb der Hüllen. Das Grundproblem: Was Wärme hält, hält auch Kälte. Und leider breitet sich die Kälte bei Dauerfrost ganz offensichtlich im Boden auch unter optimal isolierenden Abdeckungen hervorragend aus. Der Kühleeffekt unter Mulch im vergangenen Winter könnte also weit stärker durch Kältetransport im Boden plus "Kältespeicherung" als durch Verdunstungskälte bei nassem Mulch begründet sein, denn das Laub unter den Körben war vollkommen abgedeckt und entsprechend trocken. In Italien hat Coldiretti die ersten Schadensschätzungen für den Agrarsektor gemacht, eine Quelle nennt etwa 300 Millionen Euro, wobei unter anderem Gemüseanbau, Obstbau, Weinbau, Olivenanbau und Tierhaltung betroffen seien. Der Olivenanbau sei vor allem in der Toskana, in der Emilia-Romagna, dem Latium, den Abruzzen, der Molise, Kampanien und Kalabrien durch die Kälteperiode geschädigt. 100 Millionen Olivenbäume seien bedroht. Vergleiche mit 1985, als in der Toskana die Temperaturen bis -23 Grad sanken, werden in der Toskana allerdings zurückgewiesen: "La situazione è in continuo divenire – analizza Filippi (Fabrizio Filippi, Presidente del Consorzio Olio Extravergine Toscano Igp e Presidente Coldiretti Pisa) – i primi effetti del freddo iniziano ad emergere la dove le temperature sono scese sotto gli 8-10°. In alcune aree il peso della neve ha rotto i rami e provocato sciancature aumentando così il rischio di congelamento; in altre, il freddo è penetrato all’interno come accaduto nel Volterrano. A soffrire di più sono le piante giovani." (Agroalimentare News 12.02.12) Auch aus Frankreich kommen schlechte Nachrichten zur Situation der Olivenbäume nach der Frostperiode: "La situation rappelle le coup de froid de 1956, où près d’un million d’oliviers avaient été arrachés dans la région, car gelés." (Nicolas Boffo, Midi libre, 16.02.12) Aus dem Tessin ist in einem Beitrag, der auch auf die Gefährdung der dortigen Oliven eingeht, zu lesen: "Seit rund 30 Jahren habe man südlich der Alpen keine so tiefen Werte mehr gemessen, sagte Mauro Jermini von der Forschungsanstalt Cadenazzo TI auf Anfrage." (sda, 06.02.12) 26. Februar 2012 Ich beginne mit dem Auspacken der "Sonstigen" auf meinem Gelände, Maulbeerbäume, junger Ziziphus, Jungpfirsiche, Kaki, Rosmarin, Gemüsebaum. Die beiden jungen Rosmarin haben braune Nadeln, trotz konstanter vierfacher Vlieseinhüllung. Allerdings haben sie den Winter über gut Holz entwickelt. Auch Schisandra hat sich im Winter gut weiterentwickelt, ohne Einpackung. Der alte Rosmarin steht hervorragend da. Erstaunlich, wie vital die wild gekeimten Jungflanzen von Salbei ohne Einhüllung die Frostperiode überstanden haben. Die Beschäftigung mit der Klimageschichte in Olivenanbauländern lässt mich daran zweifeln, dass Winterfrost der entscheidende limitierende Faktor für den Olivenanbau in der Rheinebene ist. Wir müssen davon ausgehen, dass während der "kleinen Eiszeit" in Mittelitalien ähnliche Winter herrschten wie unter den Vorzeichen der Klimaerwärmung bei uns. Wieso konnte es dann trotzdem dort einen Olivenanbau geben? Meine Arbeitshypothese ist: Die Bäume hatten einen besseren natürlichen Frostschutz als meine Olivenbäume. Zum einen durch stärkere Sonneneinstrahlung im Gesamtjahr mit entsprechend höheren Zuckereinlagerungen (intern), zum anderen durch Salzanlagerungen über Aerosole und Salzstaub aus der Luft in Küstennähe (extern). Ein weiterer Faktor könnten Sonnenstand/Tagesdauer in Abhängigkeit vom Breitengrad sein. In Norditalien kam übrigens der Olivenanbau während des neuzeitlichen Klimapessimums zum Erliegen. Ähnliches gilt für die Provence. Dort waren historisch vor allem die Sorten Glandaou/Aglandaou, Tanche und eine unbestimmte Sorte, "Verdâtre"/"Aulive Pounchude", verbreitet. Als harte Frostjahre im 18. Jahrhundert werden genannt: 1709, 1730, 1740, ![]() Die ersten Blicke unter die Hüllen zweier verbliebener Jungbäume der Pflanzung von 2008 (Leccino und Seggianese) sind deprimierend. Die Blätter braun, das Holz offensichtlich geschädigt. Das Cambium ist auch an Stammanschnitten braun mit wenig grünen Zonen. Der erste Ackersalat kommt. In diesem Jahr allerdings sehr spärlich. Die Bodenbedeckung ist durch den insgesamt eben doch milden Winter relativ dicht, das mag die konkurrenzschwache Art nicht sonderlich. Außerdem fehlte ihm wohl schützende Schneeabdeckung. Kleine Blütenpolster von Taubnessel und Ehrenpreis vor allem auf den Baumscheiben senden Frühlingssignale. Gänseblümchen breiten sich aus. 10. März 2012 Weiterer Nachtfrost hat den Frühling etwas aufgehalten. Doch die Knospen an meinen Bäumen und Büschen sind kurz vor dem Platzen. Nach den Wetterberichten ist für uns hier und Italien der Winter nun vorbei. Die Zahl von 100 Millionen frostgeschädigter Olivenbäume in Italien wurde bestätigt. "Le aree olivicole più colpite sono state il Lago di Garda, il Friuli Venezia Giulia, la Liguria, l’Emilia Romagna, le Marche, l’Abruzzo, le zone interne della Toscana, il viterbese e le aree appenniniche di Campania, Basilicata e Calabria." (Brescia oggi, 18.02.12). Auch Spanien meldet Frostschäden, allerdings sind Olivenkulturen nicht betroffen. "Die Verluste bei Broccoli, Artischocken und weiterem Gemüse werden auf bis zu 90% geschätzt. In anderen Regionen kam es zu Schäden an Zitrusplantagen sowie exotischen Kulturen wie Avocado und Mango." (lid, 20.02.12) 14. März 2012 Alle Olivenpflanzen ausgepackt. Das Ergebnis ist niederschmetternd. Von den vier verbliebenen intakten Bäumen sind Ascolana und die beiden Seggianese bis in den Stamm ruiniert. Ein Seggianese hatte einen langen Rindenriss bis fast zum Boden, bei den anderen beiden Bäumen ist das Stammholz weitgehend abgestorben. Der stärkste Baum (Leccino) könnte im Stamm noch vital sein, da gilt es, abzuwarten. Bei den anderen Pflanzen sind die Neutriebe von 2011 weitgehend erfroren, nahe am Boden gibt es bei vielen noch gesundes Kambium und teilweise sogar winzige Neutriebe von Wildolive aus dem Winter! Am besten stehen wieder die Ikea-Olive unbekannter Sorte sowie die beiden kleinen Bianchera da, 2010 gepflanzt und im Winter danach weit herunter abgefroren, jetzt teilweise noch mit den Neuaustrieben von 2011 vital! Zwei der 27 verbliebenen Pflanzen sind auch im Wurzelbereich geschädigt. Interessante Mail von einem Olivenenthusiasen aus Pecs/Ungarn, der mir von seinen guten Erfahrungen mit der kroatischen Sorte Oblica berichtet. Er schickt mir auch eine PDF-Datei mit einer Untersuchung zu französischen Olivensorten. Was gut zu meiner Intention passt, Toskana-Sorten erst einmal zurück zu stellen und den zweiten Anlauf mit französischen (Aglandaou und Bouteillan) sowie kroatisch-slowenischen (Belica/Bianchera und Oblica) Sorten zu beginnen. Für die französischen habe ich endlich eine Baumschule gefunden, die nach Deutschland versendet. Für die kroatisch-slowenischen habe ich noch keine andere Lösung als Hinfahren. Drei besonders schwache/geschädigte Oliven waren beim Zugtest nicht fest in der Erde verwurzelt, eine Aglandaou hatte weniger Wurzeln als beim Verpflanzen 2009, zwei Leccino nur Wurzeln Richtung Norden. Die Wurzelbildung nach Norden könnte bedeuten, dass es den Pflanzen Richtung Süden zu trocken war. Denkbar ist allerdings auch, dass im Süden durch die Hangneigung der Bodenfrost näher an die Wurzeln kam und diese absterben oder sich zurückziehen ließ. Alle drei hatten eine vitale Basisknolle. Basisknolle nenne ich die Stamm- und Wurzelverdickungen bei Oliven am Bodenniveau, die bei einem der Leccino sieben Zentimeter unterirdisch und drei Zentimeter oberirdisch maß. Diese Knollen bergen wohl das Geheimnis der Regenerationskraft von Oliven, sind Energiespeicher mit hoher Frosttoleranz (mit dickem Schutzgewebe um das Kambium) und extremer Knospfähigkeit. Ihnen muß das Hauptaugenmerk beim Frostschutz gelten, von hier aus können die Pflanzen sich erneuern. 17. März 2012 Erste Hummeln, erste Schmetterlinge (Zitronenfalter), erste Eidechse (Weibchen) - allerdings diese nicht, wie es sich gehörte, an der Trockenmauer, sondern wieder im Mulchhaufen am anderen Ende des Geländes! Beim Ausheben von Pflanzlöchern für die Granatapfelbäume, die kommende Woche geliefert werden, in 45 Zentimeter Tiefe einen dicht belegten Ameisenbau (Winterlager?) angegraben! Die Weinbergschnecken waren teilweise schon aus dem Winterschlaf gekommen und unterwegs, haben sich nun aber wieder eingedeckelt, allerdings ohne Einbuddeln in die Erde. Kurz habe ich erwogen, nach dem Desaster mit diesem nun vierten "Ausnahmewinter" einen radikalen Neuanfang zu machen, durchweg neu zu pflanzen. Aber das wäre völlig verfehlt. Denn ich habe nun die Chance, mit Pflanzenmaterial weiter zu arbeiten, das immerhin vier Winter mit strengen Frösten an meinem Standort überleben konnte, wie reduziert auch immer. Das ist ein unschätzbares Kapital. Die Basisknollen signalisieren erfolgreiche Anpassung. Ich habe dennoch 16 neue Oliven bestellt, die aber überwiegend in Lücken gepflanzt werden. Nur zwei Winteropfer (eine Aglandaou und einen Leccino) habe ich entnommen, beide hatten schwaches Wurzelwerk und schwache Bodenknollen. 24. März 2012 Neupflanzung von 3x Leccino und 3x Ascolana, veredelt, aus einer namhaften deutschen Exotengärtnerei, mit zahlreichen Neuaustrieben schon. Dazu eingestreut in den "Basis"-Olivenbestand 3x Punica granatum/Granatapfel gepflanzt. Einen Teil meiner ursprünglichen Zielvorgabe, Nachpflanzen von älteren Bäumen aus Norditalien, habe ich nach der harten Dauerfrostperiode im Februar aufgegeben. Noch immer zu riskant. Außerdem habe ich endlich eine gute Quelle für (hoffentlich) robuste Provence-Heister gefunden, mit Versand! Bei Kaki und Tellerpfirsich trocknen nun Zweigspitzen und vereinzelt ganze Zweige ab (an Schrumpfungen und Verfärbungen zu erkennen), die Saftbahnen wurden auch hier stark geschädigt durch den Februarfrost - trotz Mehrfach-Vlieseinhüllung. Alle noch mit Zweigansätzen und Blättern intakten Olivenpflanzen befanden sich unter den mit Laub gefüllten Kartoffelkörben - mit Ausnahme der Seggianese, über die ich in der Tiefstfrostphase noch eine weitere Vlieshülle geworfen hatte, die auch den Boden belegte (allerdings hatte die Pflanze massive Frostrisse im Stamm, nur ein bodennaher Trieb scheint ungeschädigt, incl. Blattwerk). Wirksam war also bei genauer Betrachtung doch auch die gute Bodenabdeckung. 28. März 2012 Bianchera entwickelt bereits die ersten Neutriebe, die allerdings schon unter dem Kartoffelkorb mit Laub im Winter angelegt waren! ![]() Ich habe noch meinen Pendolino entnommen, da schon im vergangenen Jahr nur noch dürftig Wildolive gekommen ist (sie hat den Februarfrost im unteren Bereich gut überstanden) und die Verwurzelung schwach war. Dabei finde ich erneut (wie schon beim entnommenen Leccino) ein ausgeprägt einseitiges Wurzelwachstum Richtung Norden (s. Foto, Norden links). ![]() 06. April 2012 Und wieder tritt uns ein Kältefuß, nun ganz von Norden, während Russland von Süden her gewärmt wird. Die Niederschläge der vergangenen Tage haben die Bestände von Löwenzahn, Gundermann und Weinbergs-Träubel/Traubenhyazinthe explodieren lassen. Ein österliches Blütenmeer! 14. April 2012 Einige der neugepflanzten Oliven haben Verletzungen, die nicht von einem Rehbock stammen können. Ich muss davon ausgehen, dass da wieder jemand (wie schon bei der ersten Pflanzung 2008) seine Macht demonstrieren möchte. Einige Zweige sind gedreht geknickt (bekommt kein Tier hin), einige haben Schabespuren wie von einem darüber gezogenen Messer, an einer Stelle gibt es neben einem abgedrehten Zweig eine klar ausgeschnittene Raute (s. Foto rechts). Oder dachte jemand, das seien ältere Pflanzen und wollte sehen, ob es Frostschäden gibt? 18. April 2012 Der Frost in der Nacht vom 16. auf den 17. hat frische Schisandrablätter, Kiwiblätter und aufgehende Maulbeerbaumknospen geschädigt. Die Olivenaustriebe haben dieses und auch die vorangegangenen nächtlichen Frostereignisse im April gut bewältigt. Insbesondere die Ascolana-Austriebe entwickeln sich prächtig weiter. Die Provence-Oliven mickern etwas. Erste Knospenöffnungen beim chinesischen Gemüsebaum. Rosmarin "Arp" ist besser durch den Winter gekommen als "Majorcan Pink" und treibt schon fröhlich neu aus. 08. Mai 2012 Unter den Oliven-Neupflanzungen schöne Blütenstandentwicklung bei Ascolana. Leccino etwas schwächer und Aglandaou nur vereinzelt. Bouteillan schweigt. Erste Neutriebe beim Altbestand, fast nur Wildolive. Dabei auffallend, dass sich bei den vier Bäumen aus 2011, von denen ich zwei nach den massiven Frostschäden von Februar 2012 bereits gekappt habe, gar nichts tut, auch nicht aus dem Basisbereich. Ich kann mir das nur so erklären, dass diese Pflanzen noch "falsch programmiert" sind, ihr Programm heißt "warten auf den Zug von oben". Während die schon in den vergangenen Jahren gekappten Pflanzen das Programm "Austrieb von unten" aktiv haben. ![]() Ziziphus grünt nun wunderbar, Sorgen machen mir unter meinen "Sonstigen" nur noch Kaki (lediglich einzelne Blattaustriebe am älteren Baum) und die schweigende Feige. Die ältere Schisandra zickt allerdings nach dem überwältigenden Frühjahrsaustrieb wieder rum, mit Blattvergilbungen und Nekrosen. Definitiv keine Pflanze für Weinberglagen, kommt mit starker Wärme und Sonne nicht klar! Auch Kiwi entwickelt sich nicht wirklich gut hier auf der Südseite, schade. Am Augustenberg sind die Granatäpfel vollständig erfroren diesen Winter und die Feigen treiben nur unten neu aus. Die Kaki-Exemplare zeigen an jüngeren Zweigen Erfrierungen. Lediglich Paw Paw ist gänzlich fit unter den vier Exoten dort. 15. Mai 2012 Eine Schermaus hat eine Aglandaou auf 15 Zentimeter vom Boden her angenagt und rundum entrindet (s. Foto links)! Ich hoffe, es ist ihr ordentlich übel geworden davon und es finden nicht noch mehr Mäuse Geschmack an dieser neuen Diät! Oder hat sie die Rinde nur als Baumaterial für ein Nest verwendet? Auch nicht tröstlich. Die Wurzel ist auch abgenagt. 18. Mai 2012 Pünktlich nach dem Ende der Eisheiligen zeigt die Feige erste grüne Knospen an älterem Holz, die Triebspitzen schweigen weiterhin. Bei den Oliven bilden nun auch Exemplare von Bouteillan Blütenknospen! Und eine Bianchera treibt kräftig aus gesundem bodennahem Vorjahresholz. 01. Juni 2012 Zeit für die Winterbilanz. Im alten Olivenbestand treiben nur ein Leccino und eine Bianchera aus Veredelungsholz. Eine Ascolana und eine Seggianese treiben aus dem Wurzel-/Basisbereich offensichtlich Edelolive. Bei Koroneiki ist noch unklar, ob der Austrieb aus dem Basis-/Wurzelbereich edel oder wild ist. Ansonsten gibt es nur Wildaustriebe aus Wurzel- oder Basisbereich. Die namenlose Ikea-Olive hat im Mai den Geist aufgegeben, das nach dem Februarfrost noch üppig vitale Holz ist abgestorben. Auch das bis April grüne Holz bei einem Leccino und bei der Koroneiki ist weitgehend abgestorben. Ausgerechnet an drei bis zu diesem Winter mit Stamm und guter Krone verbliebenen Oliven (1x Leccino, 2x Seggianese) tut sich gar nichts! Gesamtbilanz aller Pflanzen: Sehr gut überlebt ohne Schutz: Schisandra, ältere Weinbergpfirsiche, Indianerbanane. Leichte Schäden ohne Schutz: Junger Salbei (2010 spontan ausgesät vom alten), Walnuss "Donaunuss". Leichte Schäden mit Schutz: Ziziphus, Chinesischer Gemüsebaum, Neupflanzungen Maulbeere, Alter Rosmarin. Mittlere Schäden ![]() Mittlere Schäden mit Schutz: Neupflanzung Rosmarin "Arp", Kaki "Vaniglia", Feige. Starke Schäden ohne Schutz: Alter Salbei. Starke Schäden mit Schutz: Oliven, Neupflanzung Tellerpfirsich. Nicht überlebt mit Schutz: Neupflanzung Rosmarin "Majoran Pink", Neupflanzungen Kaki (beide treiben schwach aus der Unterlage - Diospyros lotus - wieder aus). 10. Juni 2012 Olivenblüte bei Leccino, Ascolana, Bouteillan und Aglandaou. Zu den fünf Kandidaten, die den Winter als Veredelung überlebt haben, haben sich nun noch eine Seggianese und ein Leccino gesellt. Ansonsten kommt Wildolive oder in vier Fällen weiter Schweigen. Die Austriebe im Altbestand entwickeln sich extrem unterschiedlich, an manchen Oliven schon bis zu 20 Zentimeter, an anderen gerade mal eine sich öffnende Knospe. Auch bei den Neupflanzungen gibt es markante Unterschiede, wobei durchgängig die Pflanzen von Flora Toskana sich üppiger entwickeln als die Pflanzen aus der Provence. Liegts am Transportschock für die letzteren? An der Umstellung auf einen weit nördlicheren Breitengrad? Es reifen Felsenbirnen, Walderdbeeren und die ersten Maulbeeren. An einem Weinbergpfirsichbaum auf einer Seite Unmengen eingerollter Blätter, ich dachte erst an Kräuselkrankheit, dann zeigten sich aber im Innern der Rollungen flächendeckend Blattläuse! Und ein paar Marienkäfer waren auch schon zur Stelle. 25. Juni 2012 Heute kleiner Schock im Olivenhain: Nach dem Bouteillan von Mitte Mai habe ich nun noch eine wunderbare Ascolana (hatte am prächtigsten von allen geblüht!) und einen Leccino an die Schermäuse verloren. Grausam. Was gegen Schermäuse ökologisch hilft, haben wir weitgehend ausgerottet: Wildkatzen, Eulen & Co. Und warum fressen diese bescheuerten Biester nicht die massenhaft vorhandenen Löwenzahn-, Luzernen-, Fenchel-, Esparsetten- und Steinkleewurzeln auf meiner Wiese? Warum ausgerechnet die Olivenwurzeln?? Und dann noch das schönste Exemplar, wie auch der Rehbock 2009 sich meine vitalste Pflanze zum Fegen aussuchte! Dazu als weitere Herausforderungen an meinen ökologischen Pflegeansatz aktuell heftig Peronospera in unserem Bioweinberg und wieder ein zuschanden gefegter junger Sanddorn auf einem anderen Grundstück. 21. Juli 2012 Freude: Bouteillan überrascht mit wenigen, aber schon recht großen Früchtchen (Foto). Aglandaou trägt einige Büschel mit Fruchtansätzen, Ascolana auch. Leccino ist leer, trotz Blüte - was mich nach den bisherigen Erfahrungen mit Leccino nicht erstaunt. Die Neupflanzungen von 2008 hatten nur wenige einzelne Früchte gebildet. Sonst im Gelände viel Leben, Schmetterlinge kommen nun gehäufter, spät, aber überzeugend. Vor allem Schachbrett fällt in diesem Jahr auf, daneben habe ich verschiedene Bläulinge, Schwalbenschwanz, Kleiner Fuchs, Mauerfuchs, Distelfalter, Zitronenfalter, Postillon, Kaisermantel und natürlich zahlreich Weißlinge gesichtet. Dazu zeigen sich von den tagaktiven Nachtfaltern vor allem russischer Bär und Widderchen. Brombeeren reifen und Aronia. Auf der Wiese lässt sich üppig Saatgut ernten, unter anderem von Hain- und Karthäusernelke, Hauhechel, Büschelglockenblume, Lein, Braunwurz, Odermenning, Ziest, Moschusmalve. 24. Juli 2012 Heute habe ich die vom Februarfrost dahingeraffte Seggianese abgeschnitten. Dabei zeigte sich am Übergang Stamm-Krone noch minimale Restvitalität, während das Holz an der Basis vollkommen zerstört war, mit Verpilzung schon in den Bereich des Kambiums hinein (schwarz-rußige Verfärbung). Offensichtlich ist der Baum also an der Basis massiv erfroren und von dort ausgehend abgestorben. Da noch keinerlei Austrieb erfolgte, auch nicht aus der Unterlage, dürfte auch die Wurzel stark geschädigt sein. Warum, was hab ich hier falsch gemacht, warum hat die andere, weniger vitale Seggianese von 2008 sogar mit (spätem) Veredelungsaustrieb überlebt? Wieder eine Schlingnatter gesichtet. Vermutlich die von 2009, denn sie hielt sich auch in der Nähe des Heuhaufens bei der Hütte auf. Hoffentlich frisst sie nicht nur Eidechsen, sondern gelegentlich mal eine Maus. Und hoffentlich wird sie nicht zum Opfer von Leuten, die sie für gefährlich halten, sie hat nun schon beeindruckende Dimensionen angenommen! Schlingnattern sind aber definitiv harmlos. Wie es ohnedies im Kraichgau keine Vorkommen gefährlicher Schlangen gibt! Die nächsten Kreuzottern-Populationen befinden sich in abgelegenen Höhenlagen des Schwarzwaldes. Und auch Kreuzottern (mit denen Unkundige Schlingnattern gelegentlich verwechseln) beißen nur bei direkter Bedrohung durch Drauftreten oder Anfassen. In den 60er Jahren starb in Deutschland ein Kind nach einem Kreuzotternbiss in die Halsschlagader. Seitdem ist kein auf Kreuzotterngift zurückführbarer Todesfall hierzulande bekannt. Aber nochmal: im Raum Bruchsal gibt es keine Kreuzottern! Und vermutlich hat es trotz anderslautender Berichte hier noch nie welche gegeben (externer Link)! N.B.: Ich kann gut verstehen, wenn jemand bei der ersten Begegnung mit einer Schlingnatter erschrickt. Da reagiert vermutlich der Neandertaler in uns. Und die Größe kann durchaus beeindrucken, zumal in Verbindung mit der Rückenzeichnung, die entfernt an Kreuzottern erinnert. Angeblich werden Ringelnattern (die gleichfalls harmlos sind) größer als Schlingnattern, aber ich habe selbst noch keine Ringelnatter gesehen, die in Länge und Umfang auch nur in die Nähe der offensichtlich wohlgenährten Schlingnatter von heute kam - es sei denn in einem See schwimmend, wo sich die Größe schwer einschätzen lässt. 21. August 2012 Nur 10 Tage war ich weg im Urlaub, doch die Hitze hat genügt, um meine Kiwi erheblich zu schädigen. Alle Blätter sind weitgehend vertrocknet. Nach einer intensiven Wassergabe erholen sich allerdings die verbliebenen grünen Restblätter sehr gut. Etwas gelitten haben auch die jungen Maulbeerbäume. Die neugepflanzten Oliven zeigen vereinzelt Trockenheitsstress, die fruchtenden Exemplare sind jedoch alle in gutem Zustand. Zuwachs an den Zweigen gibt es allerdings seit etwa Mitte Juni weiterhin nur minimal. 15. September 2012 Herbststimmung macht sich breit. Weinernte, Blattfall, Abendkühle. Und die Oliven an einer Aglandaou ![]() 04. Dezember 2012 Leider sind diese kleinen Oliven im November vertrocknet, haben sich nicht weiterentwickelt. Die einzelne Bouteillan-Olive ist jedoch perfekt ausgereift, erntereif. Und bei der aktuellen Witterung wird sie wohl auch bald abfallen. Seit Tagen schneit es immer wieder, die Witterung ist nasskalt, ganz schwierig für die Oliven bei Temperaturen um den Gefrierpunkt in den Morgenstunden. Eingepackt - in mehrfache Vlieshüllen mit Laubfüllung in Bodennähe - habe ich erst zwei Exemplare (Leccino) plus Granatapfel. Wieder die extrem ungünstigsten Bedingungen für die Wintervorbereitung. D ![]() 07. Dezember 2012 Schneetreiben und vergangene Nacht Frost bis -5 Grad. Die Prognosen sind uneinheitlich, aber teilweise wird Dauerfrost prognostiziert. Die 2012 neu gepflanzten Oliven habe ich gestern abend in Vlies gehüllt und dabei besonders auf gute Basis- und Bodenabdeckung geachtet - nach den offensichtlichen Wurzelschädigungen des vergangenen Winters mit seinem Dauerfrost im Februar. Luftpolsterfolie habe ich keine eingesetzt, dafür die Vlieslagen mindestens vierfach. Über die Neuaustriebe des Altbestandes habe ich Körbe mit Vlies- und Laubpolstern platziert. 12. Dezember 2012 Kommende Nacht drohen Temperaturen tiefer -10 Grad über Schnee. Ich habe daher schnell noch Laub über die Wildolivenaustriebe und an die Basis einiger anderer Pflanzen (Feige, Plattenpfirsich und Kaki) gehäuft, um den Schnee dunkel abzudecken und damit die Strahlungskälte zu reduzieren. |
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